Multiband-Mobilantenne als Notfunkantenne

Es ist schwer, sich für eine Antenne festzulegen. In erster Linie entscheiden die Kriterien der möglichen „Not“. Hier stellt sich in erster Linie die Frage, welche Not denn eintreffen könnte. Da die Notlagen unbeschreiblich vielseitig sein können, muss also eine Antenne in den Einsatz kommen, die auch extreme Stürme, Extremkälte mit völliger Vereisung usw. überstehen kann. Zusätzlich sollte sie durch einen OM allein aufgebaut werden können, und das bei Extremwetter, wie auch immer das aussieht. Und sie muss völlig verschiedene Frequenzen abdecken, um ggf. bei einem völlig gestörten Band auf ein anderes ausweichen zu können.

Für den Einsatz bei „Schönwetter“ wird bereits eine T2FD-Antenne verwendet, die aufgrund ihres Aufbaus alle Kurzwellenbänder abdeckt. Allerdings ist der Aufbau nicht bei Sturm machbar, und welche Windgeschwindigkeiten damit möglich sind, ist noch unbekannt.
Nach langer Überlegung fiel die Entscheidung auf eine Multiband-Mobilantenne von Diamond, eine HV7CX mit Zusatzelement für 10/14 MHz. Sie spielt von 7MHz bis 440MHz. Thiecom hatte die Antenne an Lager und versendete sie sowie das benötigte Material auch schnellstens, wohlwissend unserer Zeitprobleme.

Der Abgleich war dank der in Japanisch geschriebenen Anleitung fast unmöglich. Allerdings wurde im Vorfeld das Internet durchsucht, und eine englische Anleitung gefunden. Letztendlich wurde eine sehr hilfreiche Anleitung bei DM2RM gefunden, die zur Grundlage des Abgleichs wurde. Zur Hilfe stand ein Antennen-Analyser von MFJ, der den erheblichen Abgleichaufwand dann auf etwa 4 Stunden reduzierte.
Die Antenne wurde so abgeglichen, dass sowohl Digimode als auch SSB gearbeitet werden kann. Allerdings ist die Antenne recht schmalbandig, und man muss dann halt ein schlechteres SWR als gegeben akzeptieren.

Die Antenne kam erstmalig beim Blaulichttag in Krefeld auf einem Notfunkanhänger zum Einsatz. Somit war also das zwingend erforderliche „Gegengewicht“  vorhanden.

Der Gesichtsausdruck der beteiligten OM`s war eindeutig negativ. Das Funkgerät wurde in Betrieb genommen und mit 20W HF wurde an einem Contest teilgenommen. Die ersten Anrufe wurden aus den USA bestätigt. Weitere Länder weltweit kamen hinzu, auf mehreren Kurzwellenbändern. Damit hat sich die Antenne auch mit dem montierten Zusatzelement auf dem Notfunkanhänger bestens bewährt und sollte somit für den Notfunkeinsatz als „Schnelleinsatzantenne“ tauglich sein. Zusammen mit der Antennenweiche MX-62M stehen damit zwei Antennenanschlüsse für 1,6 – 56 MHz und 140 – 470 MHz zur Verfügung. Also bestens geeignet für z.B. Yaesu FT-817/857 und andere.

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