Der etwas andere Notfall

Wenn wir an einen Notfall denken, dann stellen wir uns meist natürliche Phänomene, wie Überschwemmungen, Wirbelstürme, Tsunamies etc. als Auslöser vor. Damit werden die behördlichen und freiwilligen Rettungseinheiten konfrontiert und auch entsprechend ausgebildet. Meist können wir eine Naturkatastrophe vorhersagen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Manchmal lernen wir daraus und treffen Entscheidungen damit es nicht wieder vorkommen sollte.

Ich möchte im Folgenden die Aufmerksamkeit auf eine andere Möglichkeiten richten, die eine Katastrophe mit sich ziehen kann. Fast jeder arbeitet damit tagtäglich, jedes Unternehmen, jede Regierung ist davon abhängig. Ich rede von Software. Nicht nur von bekannten Betriebssystemen und Anwendersoftware, sondern auch von Software, die für spezielle Belange erschaffen worden ist, z.B. Steuerung von Atomkraftanlagen. Für Einige vielleicht noch in Erinnerung: Letztes Jahr wurde ein Computerwurm entdeckt, der für spezielle Aufgaben programmiert wurde. Das Ziel wurde definiert und der Wurm tat seine Arbeit, nämlich im Iran die Zentrifugen in den Urananreicherungsanlagen sabotieren.

Hier ein Link zum nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Stuxnet oder: http://www.wired.com/threatlevel/2010/11/stuxnet-sabotage-centrifuges
Das so ein höchst raffinierter Angriffswurm nicht von einem einzelnen Hacker geschrieben worden ist, dürfte einleuchten. Dazu gehören ein Team von Spezialisten und eine Organisation dahinter.

Das war nur ein einzelnes Beispiel von der Möglichkeit eine Manipulation zu verursachen, oder gar eine Katastrophe auszulösen. Welches Restrisiko hatte dieser Wurm? Hätte er auch bei einem Atomkraftwerk eine Kernschmelze auslösen können?
Sicherheitslücken in Betriebssystemen und Anwenderprogrammen kennen wir, dagegen gibt es reichlich Updates, Virenscanner etc. Aber es gibt auch einen grauen Markt für Sicherheitslücken, bevor diese bekannt werden. Sie werden für 5 bis 6-stellige Summen gehandelt. Daran interessiert sind vor allem Geheimdienste. Nicht auszuschließen, das auch sogenannte Schurkenstaaten oder kriminelle Organisationen daran interessiert sind, alles eine Frage des Preises.

Eine Notfallsituation kann also auch durch den Einsatz von Softwarewürmern und -Attacken eintreten. Strom- und Kommunikationsnetze können betroffen sein, Industrieanlagen, Atomkraftwerke, Verkehrsanlagen, Banken, Satellitensysteme usw. Da gibt es keine absolute Sicherheit, und wie sich ein Restrisiko auswirken kann haben wir alle bereits schockiert zur Kenntnis genommen.

Mein Bedürfnis zu diesem Thema etwas zu veröffentlichen, entstand nachdem ich den Tatsachenroman Underground von Suelette Dryfus und Julian Assange gelesen hatte, erschienen im Verlag Haffmans & Tolkemit, weiterhin auf ein Buch von Richard A. Clarke, World Wide War, das ich heute in der Buchhandlung erworben habe.

Falls diese Website vorübergehend nicht erreichbar sein sollte, so wird gerade versucht in dieses System einzudringen. Das kann manchmal so brutal geschehen, das nichts mehr geht, bzw. der Server überlastet ist. Vielleicht wird dann gerade dieser Server als 'Ausbildungserver' für eine Organisation missbraucht...

Im Übrigen geschehen Einbruchsversuche mehrmals täglich auf diesen Server, aber das ist mittlerweile als normal anzusehen.
Pro Tag sind es zwischen 2000 und 5000 Versuche auf diesen Server einzubrechen...

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