PLC – Fluch für den Funk!

Hiermit möchte ich alle Funkbetreiber über die Gefahr aus der Steckdose informieren. Sie ist größer als man denkt. Hier hilft nur gemeinsames Handeln!

PLC – Power Line Communication – Internet übers Stromnetz

Problemfall ist folgender: Unsere Häuser sind mit elektrischen Leitungen versehen, in der Regel 3 x 1,5mm². Diese Kabel werden entweder als Rundkabel oder aber als Einzeladern in Rohren innerhalb eines Hauses verlegt.
Wer an anderer Stelle bereits über Koaxkabel gelesen hat, weiß, dass diese Elektrokabel letztendlich für eine Funkanwendung völlig ungeeignet sind, da sie nicht abgeschirmt sind. Sie fungieren als Antenne statt als Fortleitungsmedium. Auch verlassen die Funkwellen der Heimvernetzung das Haus, hauptsächlich durch Abstrahlung, aber auch durch alle Hausanschlüsse (Einkopplung und dann Abstrahlung), denn es sind sehr selten Sperrfilter eingebaut. Somit wird auch die Umgebung und die Nachbarhäuser mit elektromagnetischen Störungen belastet, die zum Beispiel den Empfang von Radiosignalen beeinträchtigen oder ganz verhindern können. Dazu kommen massive Funkprobleme, die im Bereich der Strasse auftreten.
Aber darin steckt bereits das Problem. Denn eine neue Generation von PLC drängt auf den Markt.
Bisher waren „nur“ die Funkamateure und Kurzwellenhörer sowie die Kurzwellenfunk-Betreiber  – BND, Reedereien, Luftfahrtgesellschaften, Botschaften  -  betroffen, doch jetzt geht es auch den anderen Funkbetreibern ans ungestörte System. Denn ein neues Verfahren geht bis 305 MHz!!! Somit auch 8m, 4m, 2m, ADAC, BOS, DLRG, Taxifunk, UKW-Rundfunk  und wie sie alle heißen!
Hier gibt es nur die Möglichkeit, gemeinsam gegen PLC vorzugehen.
Gemeinsam? Ja, denn wir alle haben etwas gemeinsam: den

Funk als Anwendung!


Hier spielt es keine Rolle mehr, ob der Funkamateur nicht mehr mit den USA sprechen kann oder der Rettungswagen seine Zentrale nicht mehr hört. Auch, dass die Feuerwehr den Einsatzleitstellenfunk nicht mehr über Florentine abwickelt oder die Botschaft xyz nicht mehr ihr Heimatland erreicht. Völlig abgesehen bei einem Ausfall der Kommunikation, denn dann gehen die Funkanwendungen sprunghaft in die Höhe (u.a. Notfunk).  Googeln Sie mal mit PLC und Problem, sie werden entsetzt sein! Sehr informatives bietet der Heise-Verlag, bekannt durch seine technischen Publikationen, in der Zeitschrift c`t Heft 2/2011. Aber auch auf anderen Seiten finden Sie entsprechendes negatives Input.
In einigen anderen Ländern ist PLC bereits heftig reglementiert worden, unter anderem wegen des unermüdlichen Einsatzes des Katastrophenschutzes.
Wie gesagt, nur gemeinsam haben wir alle eine Chance! Denn wir benötigen einen störungsfreien Funk/Rundfunk und kein Rauschsignal.
Und unsere Umwelt ist bereits heftig mit ungewollten Funkanwendungen verseucht. Um hier nur wenige Beispiele stellvertretend zu nennen: Energiesparlampen (Schaltnetzteile), Plasmafernseher, alte (verbrauchte) Quecksilberdampflampen. Kurzum: wir leben in einer heftigen „Rauschglocke“, die immer größer wird und unsere Funkanwendungen immer mehr einschränkt. Bald wird man uns höhere Sendeleistungen zugestehen müssen, um den Funk über 3km Entfernung noch zu bewerkstelligen.

Hier gibt es bessere Möglichkeiten der Heimvernetzung, um z.B. Internet im Haus zu verteilen. Diese einfachen Möglichkeiten (aus Sicht eines Funkkundigen) sollte man erst einmal ausschöpfen, bevor man alle Nachbarn im Umkreis von mehreren 100m mit elektromagnetischen Störungen zudeckt und sich zudem noch einem möglichen Risiko aussetzt, dass jemand unerwünscht mithört.  Denn meine Privatsphäre hat Vorrang! Auch ich betreibe zu Hause einen WLAN-Anschluss.  Wohlwissend der Probleme steht die Sendeantenne tief unten im Keller und versorgt somit mein Haus bis zum obersten Stockwerk. Die „Funkausbreitung“ hat in etwa einen nach oben öffnenden Kegel. Somit ist die Funk-Belastung auf der Straße neben meinem Haus minimal. Netzwerkkabel sind natürlich nach wie vor die beste Lösung, denn sie bieten Sicherheit (Abschirmung), Geschwindigkeit, Zukunftssicherheit und strahlen keine elektromagnetischen Störungen ab. So ist sichergestellt, dass der Rettungswagen auch morgen noch schnellstmöglich am Einsatzort ist, um Menschenleben zu retten.

Übrigens: diese Probleme kennt auch jede Rettungswagenbesatzung, die an einer roten Ampel steht. Viele der Ampeln verursachen so heftige elektromagnetische Störgeräusche im Funk, die den Empfang teilweise schier unmöglich machen.

Hier gehört eine bundesweite zentrale Sammelstelle informiert, die diese Probleme erfasst und auch bearbeitet bzw. weiterleitet.
Leider gibt es verschiedene Zuständigkeiten, jedoch ist die Zuständigkeit für Störungen, verursacht durch PLC, immer die BNetzA, die ggf. durch die ZPD informiert wird.

Entsprechende Tonaufzeichnungen eines typischen PLC-Störgeräusche hören Sie hier:

Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3
Beispiel 4
Beispiel 5
Beispiel 6



http://www.powerline-plc.info/
http://www.addx.de/plc/plc.php
Hier ein Bericht der NATO über PLC:
http://ftp.rta.nato.int/public//PubFullText/RTO/TR/RTO-TR-IST-050/$$TR-IST-050-ALL.pdf

Sollten Sie diese typischen Geräusche während einer Fahrt im Funk hören, so sollten Sie diese Begebenheit aufschreiben und nochmals irgendwann die Örtlichkeit kontrollieren. Dann bitte Meldung an ihre zuständige Funküberwachung oder über Kontakt an uns. Ein entsprechendes Meldeformular ist hier bei uns in Bearbeitung!

Denn PLC geht uns alle an!

Detlef Wege

 

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