Feldtelefon / Kabelbau

Eine weitere wichtige, erforderliche Sache ist die Kommunikation mit weiteren Dienststellen/Behörden. Dazu zählt das Feldtelefon. Und zwar die ursprüngliche Variante, nicht die moderne elektronische!
Allerdings sind uns Funkamateure da Grenzen gesetzt. Nicht wegen der technischen Seite, eher wegen des Gewichtes und des Aufbaus. Deswegen bevorraten wir lediglich 2 Trommeln mit jeweils etwa 800m verdrilltem Feldfernkabel (Original Bundeswehr), einem Rückenspulgerät dazu, 6 Handabroller mit jeweils 50m Kabel, 100 Kabelhaken und eine Drahtgabel, 4 Blitzschutzdosen (Brötchen) und 4 Feldtelefonen.

Brötchen – Blitz-/Überspannungsschutz

Feldtelefone und 50m-Handabroller

Zusätzlich sind die Anschlüsse in unseren Funkanhänger gegen Überspannung/Blitz/EMP geschützt!

Geschütze Anschlüsse für Feldtelefone, unten links Anschlüsse für drei Rotore

Prüfgerät für die Gasableiter

Damit besteht die Möglichkeit, im Extremfall -bei Einsatz des Anhängers -, mit örtlich benachbarten Einheiten eine zusätzliche Verbindung aufzubauen. Natürlich geht’s auch anders, aber welche „fremde“ Einheit hat schon unseren Standard?  Dadurch ist ein Austausch z.B. mit den IuK-Regie-Einheiten der Stadt/des Kreises oder aber auch mit Bundeswehreinheiten problemlos. Übrigens werden die Regie-Einheiten teilweise durch die Hilfsorganisationen gestellt.
Das Verlegen des Kabels ist relativ einfach. Bedingt durch den Extremaufbau des Originalkabels hat es eine sehr hohe Festigkeit. Allerdings ist viel Kabel im Umlauf, das nicht mehr verdrillt ist. Finger weg davon, denn die Verdrillung ist die Abschirmung!
Also die Kabelhaken auf die Drahtgabel aufstecken, das Kabel einlegen und an der nächsten Dachrinne oder an den nächsten Baum einhängen. Bei Straßenquerungen muss eine Höhe von 450cm erreicht werden! Dazu haben wir keinerlei Zusatzgerät, da wir uns ausschließlich auf kurze Strecken eingestellt haben, um einen Kontakt herzustellen.
Jeweils an beiden Kabelenden werden die „Brötchen“ an Erdspießen montiert. Erst dann geht’s ins Fahrzeug/Zelt und an die Telefonapparate. Die Telefone haben jeweils 2 Monobatterien zur Erstellung des „Sprechstromes“, der Kurbelinduktor wird lediglich zum Erzeugen des „Klingelstromes“ benötigt. Der Batteriesatz hat ein Verlängerungskabel, um bei Kälte am Körper gewärmt zu werden, dadurch wird eine bessere Kapazitätsausbeute erreicht. Batterien werden grundsätzlich paarweise außerhalb des Telefons aufbewahrt.
Die Gerätschaften gibt’s preiswert in gutem Zustand bei den Surplushändlern, anrufen, anschauen, kaufen!

 

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Firma Kabel-Kusch
Fachfirma für Antennenkabel Dortmund