Notfunk

Immer wieder von vermeintlichen „Fachleuten“ belächelt. Vor kurzem in Italien wieder die erste und für mehrere Monate  die einzige flächendeckende Kommunikationsmöglichkeit für die Erdbeben-Einsatzkräfte. Extra dafür wurden in einer Blitzaktion weltweit etliche Frequenzen der Kurzwellen-Amateurfunkbänder gesperrt, um in Italien einen reibungslosen Funkverkehr zu gewährleisten. Dort gab es keinen Internetzugang mehr, keinen BOS-Funk, nichts. Nur Funkamateure machen aufgrund ihrer Ausbildung und ihres Wissensstandes an allen möglichen und unmöglichen Stellen eine Funkverbindung möglich, wenn’s sein muss auch mit einer Obstbatterie (Physikgrundlagen).

Ja, Sattelitentelefone gibt’s
, aber die Gebühren sind sehr hoch und es gibt zu wenige bei den BOS. Oder wissen Sie, wie viele Geräte davon Ihre Feuerwehr hat?  Und wie kommt so ein Telefon in ein abgelegenes Gebiet? Und das übliche Satellitenproblem: was machen Sie damit bei starker Wolkenbildung?
Die Funkamateure sind meist schon da, denn die wohnen überall verteilt!
Auch bei dem großen Tsunami im Dezember 2004 gab es keinerlei Kommunikation mehr. Es war alles zerstört. Durch ortsansässige Funkamateure wurde die Nachricht weltweit verbreitet und die Hilfe geordert!

Alles zu weit weg? Gut!
Schleswig-Holstein Dezember 1978
Teilweise 7m hoher Schnee, Strom- und Telefonkabel defekt. Alles durch die Schneelast gerissen. Autobahnen, Züge, Häuser meterhoch eingeschneit.
Der größte Einsatz der Bundeswehr lief an. Aber was sollten sie machen? Es war keine Kommunikation mehr in S-H vorhanden.
Also wurden die Funkamateure um Hilfe gebeten. Die haben völlig autarke Relaisstationen, die immer noch funkten. In jeder Dienststelle kamen Funkamateure zum Einsatz. Die Bergepanzer erhielten einen Funkamateur und einen Monteur der Stadtwerke, und schon konnten Stromleitungen repariert werden. So lief es etwa 14 Tage lang. Leider schon vergessen.
Heute? Es hat sich nichts geändert. „Fachleute“ behaupten doch tatsächlich, sie wären in der Lage, bei der Evakuierung des Ruhrgebiets Verbindung mit den Stadtwerken und den Verkehrsbetrieben aller Städte per Funk einrichten zu können. Erstaunlich diese Aussage, denn alle Anwender haben unterschiedliche Frequenzen. So ist es vorgeschrieben vom Gesetzgeber. Und das auch zu Recht. Denn sonst hätte sich der Bus aus Duisburg laufend mit der Zentrale in Essen in der Wolle. Also wie die Kommunikation aufbauen bei unterschiedlicher Struktur und bei Ausfall des öffentlichen Kommunikationsnetzes?

Hier ist also für den „Notfall“ eine funktionsfähige Struktur mit Fachleuten vorhanden, derer man sich bedienen könnte. Insbesondere aufgrund der freiwilligen Vereinbarung zwischen den Distriktsverbänden des DARC und dem Innenministerium NRW aus dem Jahre 1982.

Allerdings gilt es, einige Probleme im Vorfeld zu beseitigen.
Die BOSler sind Profis der Kommunikation, die Funkamateure Profis der Technik. Hier gilt es also, zwei verschiedene Systeme miteinander zu verknüpfen. Auch muss miteinander geübt, gesprochen werden, um im Notfall gegenseitig zu unterstützen, nicht zu behindern.

Dafür möchten wir gerne das fehlende Bindeglied sein, das beiden Seiten hilfeleistend zur Verfügung steht.
Den Feuerwehren die Möglichkeiten der Funkamateure aufzeigen, um ein freundliches Miteinander zu ermöglichen.
Den Funkamateuren die gesetzlichen Möglichkeiten der BOS vermitteln, damit eine Kommunikationshilfe freiwillig erfolgt, ohne dass das FSHG angewendet wird.

Es gibt also viel zu tun, es geht aber nur mit der Hilfe beider Seiten!

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