Frequenzen

Alles um uns herum kann man in „Frequenzen“ benennen, sei es ein Geräusch (Niederfrequenz), eine alte Fernbedienung oder eine Fledermaus (Ultraschall), eine Funkuhr (DCF77, Langwelle), Mittelwelle (MW), Kurzwelle (KW), UKW, UHF, D-Netz usw..
Danach kommen gaaaanz hohe Frequenzen, gefolgt vom Licht.

Die niedrigen Frequenzen bis etwa 20.000 Hertz oder 20kHz sind der hörbare Bereich. Wobei unter 30 Hertz nur als übles Gefühl im Magen wahrgenommen wird (Bauchschmerzen bei Discomusik). Dann als ganz tiefer Ton. Manch einer kennt noch das Pfeifgeräusch der alten Fernsehgeräte, es hatte genau 15.625 Hertz! Jedoch im Alter wird unser Gehör zunehmend schlechter und wir hören es nicht mehr. Kleinkinder können problemlos 20.000 Hertz hören.
Unsere Haustiere reagieren teilweise auf noch höhere Frequenzen (Hundepfeife).

Danach kommt der Ultraschallbereich. Fledermäuse, alte Fernbe-dienungen und Sensoren nutzen diesen.

Eine Funkuhr besitzen viele am Arm oder zu Hause und als Stand/Wanduhr. Die Funkimpulse der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt PTB in Braunschweig werden auf 77.500 Hertz (77,5kHz) vom Sender Mainflingen bei Frankfurt ausgesendet.

Anschließend kommt der Langwellenbereich mit einigen wenigen Rundfunksendern gefolgt von Mittelwelle. Die „Alten“ von uns kennen noch „Radio Luxemburg“ bei etwa 1400kHz.
Danach geht’s auch schon los mit dem Kurzwellenbereich. Ab 1600khz (1,6MHz) bis etwa 30 MHz sind sehr viele Funkdienste zu finden, die zum Teil rund um den Globus arbeiten. Dazu gehören z.B. die Botschaften, Schiffsfunk, Flugfunk, Militär, CB-Funk, Amateurfunk.
Die hohen Reichweiten werden durch eine Reflexion im „Himmel“ und der Erde erreicht, manche Funkwellen laufen im Zickzack um die Erde. Auch gibt es „Bodenwellen“, die sich der Erdkrümmung anpassen. Jedoch ist es stark abhängig von der Tageszeit, Klima und der Sonnenaktivität (Sonnenflecken).
Leider wird dieser Funk immer mehr durch fremde Funkdienste gestört. Dazu gehört z.B. PLC – Power Line Communication – oder aber das Internet aus der Steckdose. Bei diesen Anwendungen wird ein nicht Hochfrequenz-geeignetes Kabel (Stromkabel) mit Funkwellen beaufschlagt. Mittlerweile in einigen europäischen Ländern zu Recht verboten.
Oder aber eine Vielzahl von Plasmafernsehgeräten, die teilweise nicht den Vorschriften entsprechen.
Ab etwa 30 MHz beginnt die Ultrakurzwelle (UKW). Funkdienste aller Arten sind hier vertreten: ADAC, Feuerwehr, Taxi, Busse, DLRG, Polizei, Stahlwerke, Radio usw.. Die Reichweite ist auf etwa Sichtweite begrenzt, da sich diese Funkwellen nicht der Erdkrümmung anpassen!! Allerdings gilt auch hier wieder: nichts ist unmöglich! Bei der so genannten Inversionswetterlage (warme Luftschicht unter einer kalten Schicht, Taucher kennen das als Sprungschichten) bildet die Grenze zwischen kalt und warm einen „Spiegel“, an dem die Funkwellen reflektiert werden. Dadurch sind dann Funkverbindungen über 1000km und mehr möglich! Bei den BOS bestens als „Überreichweiten“ bekannt.
Ab etwa 300MHz wird von „UHF“ – Ultra High Frequency gesprochen. Die Wellenlänge wird immer kürzer, somit auch mehr Reflexionen innerhalb einer Stadt möglich (TETRA). Allerdings auch mehr „leistungsaufsaugendes Blattwerk“, also Wälder!
Und die Frequenzen werden immer höher. D-Netz, E-Netz, UMTS, Mikrowelle, Richtfunk, TV-Satelliten usw.  Auch hier tummeln sich die Funkamateure in den höchsten Frequenzen und erarbeiten für die Industrie die Funktechnik für diese Bereiche.
Anschließend kommen die Frequenzen des Lichtes, beginnend mit Ultraviolett. Blau Grün Gelb und Rot folgen, dass Schlusslicht ist Infrarot. Jedoch ist damit noch längst nicht das Ende erreicht, nur hier in dieser Aufstellung ist Schluss.

All diese Bereichen haben eine messbare Frequenz. Jedoch werden diese verschieden erzeugt. So kann z.B. 7000Hz (7kHz) mit einem Lautsprecher als hoher Ton erzeugt werden oder aber in Alaska mit einer kilometerlangen Antenne zur Kommunikation von U-Booten als elektromagnetische Welle erzeugt werden. 
Die „Wirkungen sind immer verschieden, nur die Grundlage, eine Frequenz, ist gleich.
Allerdings gibt es da weitere „handwerkliche“ Unterschiede. Die Wellen/Frequenzerzeugung im Wasser kann jeder. Töne im hörbaren Bereich auch noch. Dann wird’s schwieriger, Elektrowissen ist erforderlich. Irgendwann werden schon Kenntnisse in Hochfrequenz erforderlich und für die ganz hohen Frequenzen muss man zusätzlich auch noch perfekter Feinstmechaniker sein.

Zusätzlich kann man die Frequenzen in „Meter“ angeben. 4m-Band, 2m-Band, um die bekanntesten für uns zu nennen. Haben wir alle bei der Funksprechausbildung gelernt. Wichtig war dabei die Frequenz und die Lichtgeschwindigkeit, die 300.000km pro Sekunde beträgt. 
Lichtgeschwindigkeit geteilt durch die Frequenz: 300 durch 75MHz = 4m! Wobei diese Formel auf die wesentlichsten Faktoren für uns Feuerwehrleute gekürzt ist! Allerdings ist 75 MHz die Sendefrequenz. Die Empfangsfrequenz beträgt etwa 86MHz, man sagt trotzdem 4m. (Unterband und Oberband)
Unser 2m-Band liegt in etwa bei 170MHz, also knapp 2m.
Aber es gibt auch noch Frequenzen bzw. Kanäle auf 8m und 70cm (Relaiszubringer). Tetra liegt zwischen 380 und 400MHz, also etwa im 75cm Band.

Die BOS haben allerdings Kanäle vergeben, aus denen die Frequenz abgeleitet werden kann. Das ist für den Feuerwehrmann wesentlich einfacher zu handhaben, als die Angabe der Frequenz. Denn wenn man sagt: „schalten sie auf 473GU“, dann ist es eine völlig logische Angabe eines Kanals im 4m-Band.
Kürzer und logischer als “ schalten sie auf 86,535MHz, GU“. Aber diese Frequenz resultiert aus der Kanalangabe.
Techniker benötigen die Frequenz, da jeder Funkanwender „Kanäle“ benannt hat. Unter Umständen gibt’s den Funkkanal 53 nicht nur bei den BOS, sondern auch noch bei den Stadtwerken Lummerland, Stahlwerk Hau drauf, Taxibetrieb Fahr weg usw.
Somit ist für den Techniker immer die Angabe der tatsächlichen Frequenz erforderlich.
Funkamateure kennen eigentlich keine Kanäle, es ist alles in die tatsächlichen Frequenzen aufgeteilt. Würde man diesen Frequenzen Kanäle zuteilen, so käme man auf eine unvorstellbar hohe Zahl, da die Funkamateure aus einem BOS-Kanal etwa 20 Kanäle machen können. Somit werden durch die Funkamateure Frequenzen verwandt, da diese Angabe eigentlich präziser und übersichtlicher ist.
Wir Funkamateure hier in Deutschland haben – außer anderen Bereichen – Frequenzen im 2m-Band (etwa 145MHz) und im 70cm-Band (etwa 430MHz) in der Nähe der BOS-Betriebskanäle. Hier gelten also etwa die gleichen Probleme/Bedingungen wie im entsprechenden BOS-Band. Allerdings erreichen die Funkamateure wesentlich größere Reichweiten bei gleicher Leistung, da andere Antennen verwendet werden und teilweise auch andere Betriebsarten. Somit wird ein 2m-Handfunkgerät (baugleich BOS) für Reichweiten zwischen 10-30km verwendet, und das bei 2Watt Sendeleistung! Und dazu im Vergleich ein Florentine...........
Hier zählt also tatsächlich Wissen über die technischen Zusammenhänge um einen einwandfreien Funkverkehr zu bewerkstelligen. Dieses Wissen ist bei sehr vielen Funkamateuren vorhanden. Das hatte auch in 2007 das Schulministerium erkannt und verfügt, dass Funkamateure nachmittags Unterricht in den weiterführenden Schulen geben sollen in angewandter Physik. Das wird an vielen Schulen in NRW auch so praktiziert.

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